Knut Bäcker

Knut Bäcker, 1977 in Ost-Berlin geboren und aufgewachsen, studierte Philosophie und Kulturwissenschaften in Berlin und bereist die Welt wann immer möglich. Sein Schwerpunkt ist die Untersuchung und Befragung der menschlichen Verhältnisse in all ihrer Varietät und Komplexität. Er fotografiert und beschäftigt sich mit anderen künstlerischen Medien. Sein künstlerisches Credo besteht nicht in der rationalen Indienstnahme der Welt und der Menschen, sondern vielmehr im Aufzeigen des Geheimnisses, das wir sind.

Für Sampson

How did we get ourselves so lost. Hot Chip I feel better

Manchmal erscheint es mir, dass ich diese Bilder bin. Meine Bilder sprechen von meinen Werten, vom Wert des Lebens an sich und davon sich durch das Leben belehren zu lassen, um ein anderer zu werden. Aber sie sprechen auch davon, den anderen Achtung und Aufmerksamkeit zu schenken, um sich und den anderen näher zu kommen. Es geht mir darum, gut zu sich und zu den anderen zu sein, vielleicht gütig zu werden. Gütig zu sein hieße, von sich abzusehen, den Anderen, den Lieben und dem am meisten Geliebten Raum und Freiheit zu schenken. Meine Bilder sprechen von meinem Traum wie meinen Ängsten vom höchsten Gut, die anderen zu lieben, wahrhaft zu lieben. Das höchste Gut wäre es für mich, gütig zu sein, von sich abzusehen, ganz still bei sich zu sein. Still werde ich nie werden, aber ich hoffe, meine Reise ins Leben geht zu euch, zu euch, die ich liebe. Die Bilder zeigen das, was ich mit der Sprache nur andeuten kann: wie sehr ich liebe und welche Angst ich zugleich davor habe. Aber die Angst macht einsam, trennt mich vom anderen. I fight for a real life, not for a life built on lonely dreams. Look at my pictures and I hope you can find a bit of yourself too. Nothing is ever lost.We can find ourselves again... love and be loved.